Guadeloupe - Dominica - Martinique
Auf den Spuren von Moby Dick
Diese Gegend ist für Beobachtungen von Grosswalen besonders attraktiv.
Höhepunkte der Forschungsreise
Sichtung von Pottwalen
In den warmen Gewässern vor Guadeloupe haben mehrere Pottwal-Familien ihren ständigen Wohnsitz. Nur erwachsene Bullen zieht es hinaus in die Weltmeere. Doch zur Paarungszeit finden sich die Pottwal-Männchen in diesem Gebiet wieder ein. Die Pottwale nutzen Klicklaute zur Orientierung, Jagd und Kommunikation. Diese Klicklaute sind mit einem Hydrophon, einem speziellen Unterwassermikrofon, eindeutig zu identifizieren und können Hinweise auf das Verhalten der Tiere in der Tiefe geben.
Sichtung von Buckelwalen
Vor der Insel St. Barthélmy, auch St. Barth genannt, nordwestlich von Guadeloupe, welche im Jahr 1493 von Kolumbus entdeckt wurde, ziehen Buckelwale oft in Begleitung ihrer Jungen vorbei. Diese Waltiere sind wahre Artisten, denn sie springen meist mehrfach hintereinander mit nahezu ihrer ganzen Körperlänge aus dem Wasser, um dann mit einem tosenden Donnern wieder auf die Wasserfläche aufzuschlagen. Dabei drehen sie sich manchmal sogar um die eigene Achse.
Weitere Waltiere der Region
Neben Pott- und Buckelwal sind bis zu 30 Arten saisonal oder übers ganze Jahr in der Region anwesend, wie z.B. der Grosse Tümmler, Schlankdelfin und Ostpazi-fischer Delfin.
Forschungsaktivität auf See
Während der Reise lernen Sie von einem erfahrenen Meeresbiologen viel Wissens-wertes zu den Walen, Delfinen und zum Ökosystem Meer. In lockerer Atmosphäre erfahren Sie in Kurzvorträgen und gemeinsamen Diskussionen mehr über die Ent-wicklung der Wale, ihre Biologie, die Ökologie und das Leben in den Ozeanen und vieles mehr.
Die Meeresbiologen werden bei der Datenerhebung durch Sie unterstützt. Die Zählung und Identifikation von Walen während der Fahrt auf geraden Linien (soge-nannte Transsekt-Methode) gilt als wesentliche Grund-lage der Forschungsarbeit. Kenntnisse über das lokale Vorkommen und die Anzahl Individuen der verschie-denen Arten helfen, wichtige Gebiete zu identifizieren und den Zustand der Bestände abzuschätzen. Diese wichtigen Grundlagendaten werden internationalen und vor Ort tätigen Schutz-organisationen zur Verfügung gestellt. Damit leisten Sie mit uns zusammen einen wertvollen Beitrag zu den weltweiten Schutzbemühungen dieser faszinierenden Tiere.
Umweltbildung
Umweltbildung direkt vor Ort ist ein wesent-licher Bestandteil der Forschungsreise. Wir erkunden schwimmend, schnorchelnd oder tauchend die faszinierende Unterwasserwelt und ihre bunten Korallenriffe. Zusammen mit den Guides können Sie den Unterwasser-Lebensraum erkunden und erleben weitere Bewohner des Meeres in ihrem natürlichen Element. Diese Erfahrungen runden die Forschungsarbeit auf See in einer wunder-baren Weise ab.
Weitere Höhepunkte können Begegnungen und Diskussionen mit lokalen Fischern sowie der Bevölkerung sein, welche neue Perspektiven eröffnen und unseren Blick für regionale Problemstellungen (Überfischung, Süsswasser-Knappheit, Verschmut-zung etc) schärfen.
Es besteht auch die Möglichkeit, Nationalparks an Land zu besuchen, so dass auch hier Fauna und Flora in ihrer ganzen Schönheit entdeckt werden können.
Entspannung
Nebst Forschungstätigkeit und Bordleben bleibt viel Zeit für Erholung und Genuss, für Meer und Sonne, Badestopps und gemeinsame Mahlzeiten vor traumhafter Kulisse.
Sehenswürdigkeiten der Gegend
Der Nationalpark Morne Trois Pitons im Inland des Inselstaates Dominica ist ein Naturschutz-gebiet um den 1342 m hohen Vulkan Morne Trois Pitons, unweit der Stadt Laudat. Die meiste Fläche ist vom tropischen Regenwald bedeckt. Seit 1997 steht der Nationalpark auf der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes.